Die ersten 3 Monate sind rum!

Hallo meine lieben Badmintonfreunde.....

 

Nun ist doch tatsächlich eine gewisse Zeit vergangen und ich habe einiges zu berichten was in den ersten 3 Monaten der Olympiaquali so passiert ist. Es gab viele Höhen und Tiefen in dieser intensiven Zeit und in diesem kurzen, aber möglichst ausführlichen Bericht,  möchte ich euch davon erzählen. Chronologisch erzähle ich von jedem Turnier und gebe euch zum Schluss einen kleinen Ausblick wie es weitergehen soll.

 

AUSTRALIEN OPEN:

 

Leider fingen die Australien Open für mich nicht so erfreulich an, denn ich habe mir kurz vor Abreise in China eine Lebensmittelvergiftung zugezogen. Ich lag 7 Tage komplett flach und wunder mich heute noch darüber wie ich den langen Reisetag von China nach Sydney überstanden hab. Nachdem ich dann halbwegs auf den Beinen stand, beschloss ich trotzdem zu spielen, denn ich war ja ohnehin da und Spielpraxis gegen so eine Toppaarung wie Pedersen/Juhl kann auch nie schaden. Wir hatten keine Chance, aber ich war sehr froh, dass ich wieder auf dem Feld stehen konnte. Im Fokus stand nun das zu Kräfte kommen und die Vorbereitung auf Indonesien. Eines meiner Lieblingsturniere....

 

 

INDONESIA OPEN:

 

In keinem Land ist die Stimmung in einer Badmintonhalle so unfassbar toll und laut wie in Indonesien. Die Menschen feiern im wahrsten Sinne des Wortes eine Party, tanzen, singen und feuern die Spieler an. Wir spielten in der ersten Runde gegen eine indonesische Paarung:

 

WD

Johanna Goliszewski

Carla Nelte

-

Keshya Nurvita Hanadia

Devi Tika Permatasari

21-19 16-21 16-21

 

 

 

Nach einem guten Start konnten wir leider unser aggressives Spiel nicht halten und haben im dritten Satz zu 16 verloren. Eine ziemlich bittere Niederlage, wenn man bedenkt, dass dies schlagbare Gegner in der ersten Runde eines so großen Turniers waren. Ärgern war an diesem Abend vollkommen in Ordnung und nötig, aber wir waren uns auch schnell einig, dass wir uns den Mund abwischen, Heim fliegen und weiterarbeiten, denn die nächsten Turniere: USA und Canada standen schon bevor.

 

 

 

 

 

 

US OPEN:

 

Viertelfinale letztes Jahr..... dieses Jahr war das Feld jedoch viel besser besetzt. Das Ziel sollte aber auch dieses Jahr Viertelfinale heißen.  Das ist uns dann auch nach zwei langen Spielen gelungen.  Im Viertelfinale war dann Endstation, denn die Inder waren besser drauf und wir konnten unsere Taktik nicht 100prozentig durchziehen. Sonntagnacht ging es dann weiter nach Calgary wo wieder Inder auf uns warteten.

 


Wed 6/17/2015 9:05 PM

WD

Johanna Goliszewski [7]

Carla Nelte

-

Cheng Chi Ya

Chia Hsin Lee

13-21 21-18 21-18



0:52

Main Location - Court 3


Thu 6/18/2015 5:55 PM

WD

Johanna Goliszewski [7]

Carla Nelte

-

Chan Kaka Tsz Ka

Yuen Sin Ying

21-19 18-21 24-22



1:04

Main Location - Court 4


Fri 6/19/2015 8:55 PM

WD

Jwala Gutta [4]

Ashwini Ponnappa

-

Johanna Goliszewski [7]

Carla Nelte

21-17 21-14



0:28

Main Location - Court 3

 

 

 

 

 

CANADA OPEN:

 

Oh je, die Luft war raus. Keine Chance hatten wir gegen die Inder in unserer ersten Runde. LEIDER! Aber so ist das eben, wenn man so lang unterwegs ist. Da ist eben manchmal die Luft raus. Jetzt heißt es Abstand vom Schläger gewinnen,  Kopf frei kriegen und Urlaub machen. Nach einer Woche steigen dann alle wie gewohnt wieder ins Training ein - mit hoffentlich frischer Motivation.

 

 

RUSSIA OPEN:

 

 

Wladiwostok- ist das überhaupt noch Russland? Ja. Am anderen Ende, fast in Korea, aber es ist tatsächlich noch Russland. Um ein Gefühl dafür zu bekommen wie weit das von Mülheim an der Ruhr entfernt ist, berichte ich euch von unserer Reiseroute dort hin.

Zunächst sind wir von Mülheim nach Frankfurt gefahren, dann sind wir 3Stunden nach Moskau geflogen um dann nach 8 Stunden Aufenthalt wieder in den Flieger für knappe 9 Stunden zu steigen. Nach einer Reisezeit von über 20 Stunden mit einem Zeitunterschied von 8 Stunden sind wir dann müde, aber heile in Wladiwostok angekommen. Da das Turnier erstaunlich schwach besetzt war für ein Grand Prix in der Olympiaquali, hatten wir die erste Runde sogar frei und spielten erst Donnerstag. Somit hatten wir 2 Tage Zeit um uns an die Zeitumstellung zu gewöhnen und uns im warmen Wladiwostok einzuleben.  Die ersten zwei Runden waren sehr dankbar und wir haben gegen beide russische Paarungen, sowohl in der ersten Runde als auch im Viertelfinale, nichts anbrennen lassen. Im Halbfinale warteten die jungen Japaner Hoshi/Higashino auf uns. Zwar konnten wir einen Matchball im zweiten Satz nicht verwerten, schlugen die zähen Japaner dann jedoch im dritten Satz nach 1 Std. und 8 min. und konnten somit unseren Setzplatz 2 verteidigen.

 

Unter: http://www.tournamentsoftware.com/sport/player.aspx?id=447EB7B4-DA0A-460B-898B-AF76048BA3CC&player=66

 

könnt ihr alle Ergebnisse im Detail nachsehen.

 

Im Finale warteten dann die Stoevaschwestern auf uns, die zuvor auch eine japanische Paarung schlugen. Leider konnten wir an diesem Tag nicht unsere optimale Leistung abrufen und mussten uns nach 40 min. den besseren Stoevaschwestern geschlagen geben. Das wird sicherlich nicht das letzte Aufeinandertreffen gewesen sein ... There are many more to come!!! Klar waren wir ein wenig enttäuscht anfangs, aber dennoch hat sich die lange Reise alles in allem gelohnt und wir freuen uns jetzt auf die kommenden 10 Tage zu Hause, bevor es dann zur WM nach Jakarta geht. Ich freu mich auf Indonesien, ein tolles Land mit wundervollen Menschen und einem unfassbaren Badmintonspirit.  So ihr Lieben, jetzt geht’s ab nach Hause. Ich wünsche euch allen einen super Start in die Woche.

 

Bis bald!!!!!

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